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Sonntag, 12. Dezember 2010

SPD-Spitze bestärkt Ortsverein Nievenheim in seinem Tun




Die Spitze des Stadtverbandes der Dormagener SPD begrüßt die Mitglieder- und Bürgerbefragung des Ortsvereins Nievenheim.

Der Vorstand in Nievenheim möchte durch Interviewbefragungen in Nievenheim, Delrath und Ückerath feststellen, wie die Partei und deren Organisation für die Menschen attraktiver werden könnten. Das führte zu Kritik der anderen Parteien. Die Grünen beispielsweise sprachen von „verschenkter Zeit“.

Der stellv. SPD-Vorsitzende Erik Lierenfeld sieht dies anders: „Die Grünen propagieren momentan Land auf, Land ab das Thema Bürgerbeteiligung. Hier werden die Bürger einmal befragt und in die Prozesse der Partei eingebunden und der Ortsvereinsvorsitzende der Grünen in Dormagen nennt das „verschenkte Zeit“. Das ist nicht nachvollziehbar. Bei den Grünen gibt es vermutlich bei 100 Befragten sogar 111 verschiedene Meinungen!"

Auch die Parteichefin Regina Nawrot freut sich über das Projekt: „Hier werden neue Wege gegangen. Dies muss man unterstützen – auch in der Hoffnung, dass die Aktion so erfolgreich ist, dass man über eine stadtweite Befragung nachdenken muss.“ Der Stadtverbandsvorstand beglückwünscht daher den Ortsverein Nievenheim ausdrücklich zu dieser Aktion.

Die Sozialdemokraten in Dormagen finden zudem eine Erneuerung der Partei auf allen Ebenen wichtig. „Die NRWSPD ist den Weg vorgegangen und der Rest muss nun auch folgen – wer sich bewegt, kann gewinnen!“, erklärt abschließend Lierenfeld.

Sonntag, 21. November 2010

Bürgeranfragen ernst genommen!

Oftmals werde ich von Bürgerinnen und Bürgern direkt auf Probleme in unserer Stadt angesprochen. Sie berichten von morschen Bäumen, von fehlenden Laternen und von anderen Angelegenheiten, um deren Klärung und Lösung sie bitten.

Das gebe ich dann gerne - sozusagen als Sprachrohr - an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe und Gesellschaften (SVGD, TBD, KSD, Eigenbetrieb etc.) weiter.

Und oftmals können diese Probleme schnell und unbürokratisch beseitigt werden. Das kann man an dieser Stelle auch mal loben.

Daher mein klarer Appell an alle Leserinnen und Leser dieses Blogs:

Schreiben Sie mir Ihr Problem - ich kümmere mich drum.

Getreu eines meiner Mottos: Es gibt keine Probleme, sondern nur Lösungen!

Starke Personen in einem starken Stück!




Die Schülerinnen und Schüler der Raphaelsschule sowie der Hermann-Gmeiner-Hauptschule haben zusammen mit der Schauspiel- und Gesangsgruppe GENROSSO das Musical "Streetlight" im Sportzentrum Zons aufgeführt.

Weitere Organisationen die beteiligt waren, waren u.a. der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. und der der Verein Starkmacher e.v.

Besonders beeindruckend war, in welch kurzer Zeit die 500 Schüler in das Projekt integriert wurden. Es gab Gesangsgruppen, Tanzgruppen, Gruppen für Licht- und Tontechnik, für die Kulisse und noch weitere Gruppenaktivitäten. Das Ergebnis war toll. Es wurde eine gute Symbiose zwischen den professionellen Schauspielern und den Nachwuchstalenten geschaffen. Die Musik war gut und die Story zum Teil sehr ergreifend.

Inhaltlich ging es um einen jungen Mann, der sich in den 60er Jahren in einem Chicagoer Ghetto im Rahmen eines Bandenkrieges gegen Gewalt entscheidet. Da das Musical auf einer wahren Begebenheit beruht, gab es leider kein Happy End. Doch so ist das nun mal manchmal im Leben. Aus der Geschichte kann man aber einiges lernen.

Ein fantastisches Projekt wurde hier auf die Beine gestellt. Und allen Akteuren kann man nur gratulieren. Das sahen auch die restlichen Gäste in der vollbesetzen Turnhalle, darunter z.B. auch der zukünftige Dezernent der Stadt Dormagen Gerd Trzeszkowski oder auch der Leiter der Hermann-Gmeiner-Hauptschule Klaus Krützen.

Ich hoffe dieses Projekt wird noch oft wiederholt.

Ich kann mich nur für einen schönen und abwechslungsreichen Abend bedanken!

Montag, 1. November 2010

Ein Jahr als Stellv. Bürgermeister - und es macht Spaß!



Nun bin ich seit etwas über einem Jahr im Amt des 2. stellvertretenden Bürgermeisters in der Stadt Dormagen. Bei den Vorbereitungen zur Kommunalwahl hätte ich im Traum nicht an solch ein Amt gedacht. Ein 23-jähriger als Repräsentant der Stadt Dormagen?

Viele haben daher im Vorfeld wenig Vertrauen gehabt. Das einzige Argument was entgegengebracht wurde war allerdings "Der ist zu jung!". Auf der anderen Seite gab es aber auch einige Menschen die gesagt haben, dass ich dieses Amt übernehmen soll. Warum kann nicht auch ein junger Mensch die Stadt vertreten? Immerhin leben in unserer Stadt auch unterschiedliche Generationen. Das war aufbauend und für mich erst Recht ein Grund, dieses Amt zu übernehmen.

Und ich muss sagen, es hätte mir wohl nichts besseres passieren können. Ich habe viel Spaß an diesem Amt. Die Vertretungstermine der Stadt Dormagen sind abwechslungsreich. Natürlich habe ich einige Termine in Familien, ich besuche die Menschen bei Goldhochzeiten, Diamantenen Hochzeiten und ab dem 90. Geburtstag. Jedes Mal lerne ich neue interessante Menschen kennen und habe tolle Gespräche. Man profitiert oftmals von den Erfahrungen anderer.

Auch die Termine, an denen ich Reden halten muss machen Spaß, genauso wie die Vereinsbesuche. Natürlich verbessern sich auch die Kontakte zur Wirtschaft. Auch dies ist interesant.

Das Amt ist aber kein Selbstzweck, man muss viel Zeit opfern und ich bin immer und für jeden Ansprechpartner. Ich nehme den Bürger und sein Anliegen sehr ernst und versuche oftmals zwischen ihm und Verwaltung zu vermitteln. Bis jetzt hat es immer geklappt.

Ich unterstütze Menschen und erfahre selbst Unterstützung. Man erlebt sehr viel und lernt täglich viel dazu.

Mein Fazit daher: Ein tolles Amt, das ich nicht missen möchte!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Die SPD in Dormagen ist nicht mehr die Selbe? - Gott sei dank?!

"Die SPD ist nicht mehr die Partei, die sie bis zur Kommunalwahl war.", erklärt der CDU-Parteivorsitzende Norbert Dahmen.

Was soll ich sagen? Er hat natürlich Recht! Und das ist gut so. Zumindest in diesem Punkt. Die letzte Kommunalwahl haben wir als SPD in Dormagen verloren, das muss man nicht schön reden. Wir haben vier Stadtratsmitglieder verloren und leider unseren guten Bürgermeisterkandidaten Gerd Trzeszkowski nicht "durch" bekommen. Es musste sich also was ändern. Wenn unser Bürgermeisterkandidat über 7% mehr holt als die Partei und trotzdem nicht Bürgermeister wird - dann war die Partei zu schwach.

Es hat sich einiges in der SPD geändert. Viele neue und darunter auch junge Menschen haben Verantwortung in der SPD und für die Stadt übernommen. Der Altersschnitt wurde gesenkt und dennoch konnte man erfahrene Menschen wie Karl-Josef Ellrich für die Politik in Dormagen gewinnen.

Die SPD gewinnt weitestgehend an Profil (Rückschläge gibt es immer) und setzt sich klar für die Bürgerinnen und Bürger ein. Wir üben uns in die Oppositionsrolle ein ohne dabei Fundamentalopposition zu betreiben. Wir suchen sachliche Ansätze und haben für die Dormagenerinnen und Dormagener immer ein offenes Ohr. Jeder Einzelne ist in seinem Wirkungskreis aktiv und bringt neue Ideen ein.

Die SPD befindet sich meiner Meinung nach auf einem guten Weg - und wenn der CDU-Chef das schon so sieht - dann kann ich mir dem sogar sicher sein!

Früher war nicht alles schlecht - aber man kann sich stetig verbessern!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Mein Demokratieverständnis ist anders!


©Stephan Bratek/geralt/pixelio.de

Mein Verständnis von Demokratie wird zur Zeit mächtig auf die Probe gestellt.

Das Bild wird sicherlich von einigen als recht "hart" empfunden, doch es gibt Momente wo ich wirklich zweifle. Warum? Lesen Sie selbst:

Am 8. Juli 2010 gab es die letzte Ratssitzung. Die nächste Sitzung war für September 2010 angesetzt. Wenige Zeit vorher hat der Bürgermeister diese abgesetzt mit dem Hinweis, es gäbe nicht genügend zu beraten. Die nächste Ratssitzung sollte dann am 4.November 2010 stattfinden.

Nun, vier Monate zwischen den Ratssitzungen? Gibt es wirklich nichts zu beraten? Schauen wir uns mal in der Bürgerschaft um. Ich komme ja viel herum, kann mit vielen Menschen sprechen. Und es gibt viel, was diese auf dem Herzen haben.

Ich will hier nur einige Themen exemplarisch aufgreifen:

-> Finanzzwischenbericht des Kämmerers / Wirtschaftsplan des Kultur- und Sportbetriebes Dormagen / Antrag zum Thema "Kreisumlage"

Der Wirtschaftsplan sieht u.a. vor, dass die Nebenstelle der Stadtbibliothek in Dormagen geschlossen wird, Gebühren erhöht werden und bei den Vereinen gespart wird. Doch gleichzeitig scheinen sich finanzielle Verbesserungen im Haushalt der Stadt Dormagen zu ergeben (u.a. durch mögliche Rückzahlungen bzw. Minderaufwendungen an den Rhein-Kreis Neuss). Dazu hätten wir gerne die Ausführungen des Kämmerers gehört. Doch das soll es nun nicht geben, weil die Jamaika-Koalition nicht zur Ratssitzung kommen möchte und diesen daher beschlussunfähig machen möchte.

-> Umbau Bürgerhaus / Abriss "Alte Schule" in Hackenbroich / Konzeption Hackenbroich 2020

Durch diverse Aktionen der Verwaltung ist der Eindruck entstanden, dass schon alles entschieden ist und die Senioren schon bald ihr Domizil in Hackenbroich verlassen müssen. Eine politische Entscheidung hat es aber noch nicht im Geringsten gegeben. Ängste werden so nicht genommen. Und eine sachliche Auseinandersetzung (in der Bürgerschaft wird - sicherlich zu Recht - sehr emotional diskutiert) findet so auch nicht statt.

-> Seniorenzentrum Langemarkstraße / Demografische Entwicklung in Dormagen

Die Verwaltung hat ein Pressegespräch zum Thema "Alt werden in Dormagen" veranstaltet. Die politischen Vertreter des Volkes, also der Stadtrat wurde aber noch nicht informiert. Dabei wird dies sicherlich eine der größten und wichtigsten Aufgaben für unsere Stadt werden, die es zu bewältigen gibt. Ein mögliches Seniorenzentrum an der Langemarkstraße wurde unter Bürgermeister Heinz Hilgers abgelehnt, sowohl von der damaligen Opposition (inkl. Grüne und FDP) als auch von der SPD in der Großen Koaltion. Nun soll ein Gutachten erstellt werden, welches sicherlich hinterher Grünen und FDP einen "Freibrief" erteilen soll. Ich könnte falsch liegen, doch im Rat wird dies ja nicht diskutiert. "Schlau machen" können wir uns jedenfalls nicht. Dies wäre ein Ende der letzten grünen Lunge in der Innenstadt.

Darüber hinaus gibt es noch einige Anträge und Anfrage, um deren Erledigung wir bitten:
- Generationen-Aktiv-Parks
- Betriebliche Gesundheitsförderung bei der Stadt Dormagen
- Sachstand Nahversorgung in Straberg und Gohr
- Breitbandversorgung in Zons
....und das sind nur einige der SPD.

Es soll also nichts zu entscheiden geben? Ich glaube doch. Vor allem geht es aber auch um das Informationsrecht der Bürger und des Rates. Dass es nun scheinbar einige Mitglieder des Rates gibt, die sich für soetwas nicht interessieren ist traurig. Es könnte natürlich auch sein, dass diese bevorzugt informiert werden. Das hätte wiederum nicht viel mit Demokratie zu tun....

Ich hätte gerne in einigen Punkten für Klarheit gesorgt, doch das scheint nicht gewollt. Die Koalition hätte den Gegenbeweis antreten können. Doch diese Chance scheinen sie leichtfertig vergeben zu wollen, um Macht zu demonstrieren. In der Demokratie gibt es auch den Minderheitenschutz und die Rechte der Minderheit. Diese wurden heute mit Füßen getreten - grundlos!

Ist diese Entscheidung wirklich mit Verstand getroffen worden? Ich weiß es nicht...

Sonntag, 3. Oktober 2010

Die Partei lebt!

Es gibt im Leben eines (Kommunal-)Politikers Phasen, wo man verzweifelt. Es gibt Momente, da hat man das Gefühl, man ist einer der letzten "Mohikaner". Die Umfragewerte bleiben insgesamt im unteren Drittel und "Schwarzmaler" prophezeien schon das Ende der ältesten im Bundestag vertretenen Partei.

Doch dann fährt man auf ein Seminar. Nun ja, nicht irgendein Seminar, sondern zum 35. Kurs der Kommunalakademie des SPD-Parteivorstands und der Bundes-SGK (SGK = Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik) nach Halberstadt (Sachsen-Anhalt).

Man lernt neue Menschen kenne, bekommt neue Methoden beigebracht (z. B. im Bereich Zeitmanagement) und man kann sich in verschiedenen Präsentationen, Rollenspiele etc. austoben. Für mich als Laienschauspieler ein Hochgenuss!

Aber vor allem der erste Punkt war für mich entscheidend. 62 junge und jüngere Menschen habe ich kennen gelernt. Sie alle sind entweder Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker oder wollen solche werden (oder auch darüber hinaus). Sie kommen aus ganz Deutschland. Und so unterschiedlich die Partei, die Gemeindeordnung oder die Menschen selbst sind, so haben wir doch alle etwas gemeinsam. Wir möchten die Sozialdemokratie stärken und für die Ideen und Visionen der SPD in allen 16 Bundesländern kämpfen.

Ein tolles Gefühl zu wissen, dass man nicht allein ist! Schnell hat man Freundschaften geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Junge lernen von Älteren, aber auch Ältere lernen von Jüngeren. Man lässt einander am Erfahrungsschatz teilhaben. Missgunst gibt es nicht.....warum auch? Der Kommunalpolitiker, die Kommunalpolitikerin in Bremen ist ja keine Konkurrenz für das Ratsmitglied in Bayern oder Sachsen. Dadurch kann man offen miteinander reden und auch über seine persönlichen Schwächen reden bzw. sich darauf aufmerksam machen lassen. Dann kann man an den Schwächen und natürlich auch an den Stärken arbeiten.

Es sind solche Seminare, die einem einen riesigen Motivationsschub mit nach Hause geben. Nicht umsonst schreibe ich diesen Beitrag bereits im ICE von Hannover nach Köln!

Ich freue mich bereits auf die drei nächsten Wochenenden und darauf, dass ich dann alle wiedersehe. Natürlich werde ich auch dann gerne wieder berichten!